Bis heute scheiden sich die Geister, wenn diese sagenumwobene Schrift, umgangssprachlich bezeichnet als das Skript, Gegenstand der Diskussion wird. Nur wenige waren tatsächlich schon dort, in Bethlen am Toten Meer, wo nur durch Zufall vor über hundert Jahren diese Schrift das Licht dieser Erde erblickt haben soll. Jene die dort waren, jene die vom Inhalt wissen, wünschten, es wäre nie passiert. Sie wünschten, sie könnten es als misslungener Scherz, als Laune abergläubischer Ureinwohner abtun, und müssten nicht ständig an die zwei, scheinbar willkürlich fallenden Worte denken, die wieder und wieder in dem Schriftstück auftauchen: TAG SIEBEN. In seinem Kontext oft dargestellt als Bedrohung, Verwirrung, Befreiung oder Zerstörung, bleibt unklar, ob es sich um einen Geist, ein Wesen oder etwas ganz anderes handelt.

Als sich vor einigen Jahren einige junge Leute aus Tirol zusammenfanden um Musik zu machen, tauchte plötzlich dieser Name wieder auf, TAG SIEBEN, und entfachte den Mythos aufs Neue. Er wurde ihnen „eingegeben“, sagten sie, nicht wissend warum und woher. Jahre der Verwirrung und Recherchen vergingen. Der Mythos konnte um einige reichhaltige Kapitel erweitert werden, bis am 07. Jänner 2015, TAG SIEBENS Ruf um die Welt hallte.

Nun da ist es, das namenlose Quartett, geleitet von der sagenumwobenen Schrift, die von diesem Ding spricht, das sich TAG SIEBEN nennt. Unter den wachsamen Augen des Skripts und ihres Mentors, Ibn Al-Ahab Ward, sind sie gekommen, um der Welt ihre Verwirrung aufzuzeigen. Die unheilige „Quadrinity“, bestehend aus Qessentia (es sei die „Washeit“ der Quadrinity und bediene sich Gitarre & Gesang), Providenz (es sei die Vorsehung der Quadrinity und bediene sich dem Schlagzeug), Morphe (es sei die Gestalt der Quadrinity  und bediene sich der Bassgitarre) und

Genesis (es sei der Ursprung der Quadrinity und bediene sich der Gitarre), bedient sich den Elementen vieler Subgenres der Metal- und Rockmusik, versehen mit progressiven Anteilen, sowie der deutschsprachigen Lyrik, die grenzenlos scheint und von der Zerstörung der Welt, Philosophie und Theologie, inneren Konflikten, emotionaler und sozialer Abgestumpftheit und literarischen bzw. historischen Aufarbeitungen handelt. TAG SIEBEN bietet keine Antworten, sondern stellt Fragen. Fragen an das Rätsel seiner selbst und das Rätsel der Welt und seiner merkwürdigen Bewohner.

TAG SIEBEN erzählt Geschichten, träumt und reflektiert. So soll der künstlerische Anspruch nicht geringer sein, als die Last, die der Name trägt. Eine musikalisch, emotionale Reise, die dir aus der Seele spricht und dir den Atem nimmt. Kurz, aber nachhaltig. Lieder die auf Facettenreichtum setzen, den leichten Weg meiden und doch schnell und hart auf den Punkt kommen. Im Sinne des Dramas, auf einen Höhepunkt.